Freitag, 5. Juni 2015
Donnerstag, 4. Juni 2015
Lies: „Förderpläne der Bundesregierung für E-Autos reichen nicht aus“
04.06.2015 - Als „nicht ausreichend" bezeichnet Niedersachsens
Wirtschaftsminister Olaf Lies die heute bekannt gewordenen Pläne der
Bundesregierung zur Förderung von Elektro-Autos.
Lies wörtlich: „Eine Sonderabschreibung für gewerblich genutzte Fahrzeuge
und zusätzliches Geld für Ladesäulen, das ist beides richtig und notwendig.
Dies allein wird aber nicht genügen, um den Markteinstieg für Elektroautos zu
schaffen. Wir müssen in einem weiteren Schritt auch Kaufanreize für Privatleute
anbieten. Ich kann unsere Forderung aus Niedersachsen nur bekräftigen: 5.000
Euro Prämie für den Kauf eines reinen E-Autos und 2.500 Euro Prämie beim Kauf
eines Plugin-Hybrides, dies befristet auf drei Jahre. Elektromobilität läuft
gut in den Ländern, in denen es staatliche Förderung gibt. Wenn wir uns in
Deutschland nicht mehr anstrengen, werden wir auf einem Zukunftsfeld
international abgehängt und wir werden auch unsere Klimaziele nicht
erreichen."
Anders als vielfach behauptet sei das Interesse in der
Bevölkerung an E-Autos „sehr wohl vorhanden".
Lies weiter: „Das sehen wir gerade auf unserer
Sieben-Städte-Tour durch Niedersachsen. Unsere Roadshow zur E-Mobilität ist in
drei Standorten bereits von 45.000 Menschen besucht worden. Fast 2.000
Autofahrer haben gerne die angebotene Gelegenheit zu Probefahrten in E-Autos
genutzt. Zudem zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt, dass 84 Prozent der privaten Nutzer von E-Autos zufrieden sind und
ihr Fahrzeug weiter empfehlen würden. Das Potential ist also da. Wir müssen
aber mehr dafür tun, es zu heben."
Quelle: www.mw.niedersachsen.de
Mittwoch, 3. Juni 2015
Twizy-Sharing in Bordeaux
Hannover, 03.06.2015 - Das E-Carsharing von Bolloré in
Bordeaux "Bluecub" wurde gestern um 20 Renault Twizy erweitert.
Seit April kommen auch für Bluely in Lyon 30 Exemplare des kleinen E-Autos zum
Einsatz. Bolloré plant in beiden Städten die Flotte bis zum Jahresende um
insgesamt weitere 60 Twizys aufzustocken.
Quelle: blog.alliance-renault-nissan.com
Montag, 1. Juni 2015
Neue Regeln für E-Fahrzeuge
Elektrisch betriebene Fahrzeuge können künftig ein
besonderes Kennzeichenschild erhalten. Das hat das Bundeskabinett in einer
Verordnung beschlossen. Außerdem können sie Sonderrechte im Straßenverkehr
erhalten - unter anderem beim Parken.
Die neue Verordnung der Bundesregierung sowie ein
Verwaltungsvorschrift schaffen die Voraussetzung, dass das
Elektromobilitätsgesetz einheitlich umgesetzt werden kann. Mit dem Gesetz
werden Länder, Städte und Kommunen in die Lage versetzt sofort zu handeln.
Vorrechte für
Elektrofahrzeuge
Mit dem Elektromobilitätsgesetz will die Bundesregierung
elektrisch betriebene Fahrzeuge auch durch Privilegierung im Straßenverkehr
unterstützen.
Es wurde vereinbart, dass Elektroautos Sonderrechte erhalten
können. Dazu gehören folgende Maßnahmen:
- die örtlichen Straßenverkehrsbehörden für
Elektrofahrzeuge können besondere Parkplätze an Ladestationen im
öffentlichen Raum reservieren,
- Parkgebühren können für E-Autos verringert
oder ganz erlassen werden,
- Elektrofahrzeuge können von bestimmten
Zufahrtbeschränkungen, die zum Beispiel aus Gründen des Schutzes vor Lärm
und Abgasen angeordnet werden, ausgenommen werden,
- elektrisch betriebene Fahrzeuge erhalten die Möglichkeit auf Busspuren zu fahren.
Inkrafttreten der
neuen Regeln
Der Bundestag hat das Elektromobilitätsgesetz (EmoG)
am 5. März beschlossen. Der Bundesrat hat dem Gesetz in seiner Sitzung am 27.
März 2015 zugestimmt. Das Gesetz tritt nach Verkündung im Bundesgesetzblatt in
Kraft. Parallel dazu werden nun die erforderliche Verordnung sowie eine
Verwaltungsvorschrift auf den parlamentarischen Weg gebracht. Sie treten dann
in Kraft, wenn auch das Gesetz in Kraft ist.
Das EmoG ist bis zum 30. Juni 2030 befristet. Bis
dahin sollten sich elektrisch betriebene Fahrzeuge im Markt etabliert haben.
Die Bundesregierung wird das Gesetz begleitend evaluieren.
Beitrag zum Umwelt-
und Klimaschutz
Deutschland hält an seinem Ziel fest, die
Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu senken. Für den
Verkehr strebt die Bundesregierung an, den Endenergieverbrauch um rund 40
Prozent bis 2050 gegenüber 2005 zu verringern. Die Elektromobilität
weiterzuentwickeln ist eine der Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz im
Verkehr. Elektrofahrzeuge sind energieeffizienter als Fahrzeuge mit
Verbrennungsmotor. Sie verursachen im Vergleich weniger Abgase vor Ort und sind
im Stadtbetrieb deutlich leiser.
Quelle: www.bundesregierung.de
Emissionsfreie Mobilität: Hannover bekommt drei Elektrobusse
PRESSEMITTEILUNG - Die üstra testet ab Anfang nächsten Jahres drei Elektrobusse
im Linienbetrieb. Das Design der neuen Busse hat die üstra heute in Hannover
der Öffentlichkeit präsentiert.
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uestra Vorstand: Wilhelm Lindenberg und André Neiß (Quelle: uestra)
|
Der Flottenversuch wird auf den Buslinien 100/200 unternommen,
die als repräsentative Ringlinien durch die gesamte Innenstadt Hannovers,
vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, führen. Es sollen dabei Erkenntnisse
gewonnen werden, wie ein wirtschaftlich und ökonomisch sinnvoller Beitrag zur
Minderung der verkehrsbedingten Treibhausgas-Emissionen durch die
Elektrifizierung des Busverkehrs erfolgen kann.
Die Linie 100/200 verfügt aufgrund der Ringführung über nur
einen Endpunkt. Die drei im Pilotversuch vorgesehenen Elektrobusse im
Linieneinsatz werden am Endpunkt August-Holweg-Platz mit Strom aus der
Oberleitung der Stadtbahn nachgeladen. Beide Linien verfügen durch die kurzen
Haltestellenabstände und eine Linienführung durch das Stadtzentrum von Hannover
über optimale Einsatzbe-dingungen für einen Versuch mit Elektrobussen.
Die Linien werden tagsüber im 10-Minuten-Takt mit 12 Meter
Solobussen bedient. Die Gesamtlänge der Linie 100/200 beträgt 16 km mit
insgesamt 42 Haltestellen und einer Gesamtfahrzeit von 53 Minuten. Täglich nutzen ca. 17.500 Fahrgäste diese Linie.
Die Elektrobusse werden mit CO2 freiem Strom aus dem
Fahrleitungsnetz der Stadtbahnen versorgt. Durch die Fahrleitung der
Stadtbahnen steht der Nachladeinfrastruktur eine hohe Energiemenge zur
Verfügung, die eine Schnell-ladung der Elektrobusse möglich macht. Dadurch wird
einerseits der Wirkungsgrad bei der Bremsstromrückspeisung der Stadtbahnen
erhöht, andererseits müssen aber die Spannungsschwankungen in der Oberleitung
der Stadtbahn bei der Leistungselektronik der Ladestation berücksichtigt werden.
Die Busse sollen im Depot über Nacht vorgeladen und am
Endpunkt der Linie 100/200 (August-Holweg-Platz) nachgeladen werden. Aufgrund
der systemischen Vorteile wird am August-Holweg-Platz ein konduktives
Nachladesystem über einen Pantographen installiert. Das Laden im Depot ist mit
Ladesäulen und Steckverbindung geplant. Durch die konsequente Nutzung des
Stroms aus dem Stadtbahnnetz benötigt der Betrieb mit Elektrobussen keine
eigenen Unterwerke. Da Elektrobusse mobile Energiespeicher darstellen, könnten
an den Stadtbahnendpunkten künftig auf den Bau von stationären Stromspeichern
verzichtet werden.
Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung wurde der Auftrag
für das Gesamtsystem – Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur – an Solaris vergeben.
Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Hersteller wird die
Markt- und Serienreife der Elektrobustechnologie vorangetrieben. Die Hersteller
sollen in die Lage versetzt werden, in Zukunft zuverlässige Elektrofahrzeuge zu
marktfähigen Preisen anzubieten, die auf die Bedürfnisse der Betreiber
abgestimmt sind. Um eine schnelle Markt- und Serienreife zu erreichen, wird das
Projekt in Hannover mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Fördermittel stammen aus
dem Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“ welches Forschungs- und
Entwicklungsprojekte mit einer hohen Innovation fördert.
Die assoziierten Projektpartner Region Hannover als
Aufgabenträger des Nahverkehrs und enercity Contracting GmbH sind in das
Projekt eingebunden und unterstützen finanziell und fachlich. Der Pilotversuch
hat für die Region Hannover eine hohe Bedeutung, weil damit im Busliniennetz
der üstra in Verbindung mit der Stromversorgung der Stadtbahn ganz konkret
erprobt werden kann, ob die im Verkehrsentwicklungsplan ProKlima definierten
ehrgeizigen Umweltziele der Region zur CO2-Minderung aber auch zur
Vermeidung der die Gesundheit gefährdenden Emissionen wie Lärm und Feinstaub
mit dieser neuen Technologie erreicht werden können. Mit der Einbindung von
enercity Contracting GmbH soll die Kompetenz dieses Unternehmens für die üstra
auf dem Gebiet der Energiebereitstellung und der Elektromobilität einbezogen
werden. Die enercity Contracting GmbH sieht in diesem Projekt eine sehr
entwicklungsfähige und nachhaltige Thematik, aus der sich neue Geschäftsmodelle
für Energieversorger ergeben können. In einem Teilprojekt wird die enercity
Contracting GmbH ihre Kompetenz im Bereich der Lade- und Nachladeinfrastruktur
einbringen.
Ein weiterer wichtiger Punkt des Projektes ist eine Analyse
der Übertragbarkeit der Ergebnisse aus dem Pilotversuch auf das gesamte
Busliniennetz der üstra. Insbesondere muss geklärt werden, wie viele
Nachladepunkte erforderlich sind und welche Auswirkungen das auf die
Dimensionierung der Stromversorgung der Stadtbahn hat. Dabei müssen auch
betriebliche Besonderheiten, wie z.B. die Abwicklung von Schienenersatzverkehren
bei gestörter Oberleitung, betrachtet werden. Außerdem müssen die Auswirkungen
auf den Werkstattbetrieb hinsichtlich technischer Ausstattung, Personalbedarf
und Qualifikationen analysiert werden. Es ist geplant, durch das Fraunhofer
Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI eine Computersimulation der
Auswirkungen durchführen zu lassen.
Quelle: www.uestra.de
Freies Stromtanken und elektrischer Lieferservice beim Kaufpark Goslar
HANNOVER, 01.06.2015 – Am Freitag startete in Goslar das
Modellvorhaben für das Stromtanken. Der Kaufpark im Gewerbegebiet Baßgeige wird
ab sofort eine Ladestation mit zwei Ladepunkten anbieten. Dort können
Elektroautos mit einer Leistung von 3,7 kW ihre Batterien aufladen. Das Projekt
wurde von der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg
entwickelt und gemeinsam mit dem Hamburger Unternehmen e8energy realisiert.
Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion, bezeichnete bei der
Eröffnung dieses Modell als eine Lösung, die mit geringem Aufwand zusätzliche
Ladeinfrastruktur schaffen kann. Dabei handelt es sich um eine sinnvolle
Ergänzung von frei zugänglichen Lademöglichkeiten. Der Strom wird vom Marktkauf
kostenlos rund um die Uhr bereitgestellt. Der Marktleiter Christian Bartl, wies
darauf hin, dass künftig auch ein Lieferservice mit einem Elektro-Nutzfahrzeug
(Renault Kangoo Maxi Z.E.) angeboten werde. Das Fahrzeug wird vom Amt electric
und der Stadt Goslar unterstützt. Sabine Flores (Leiterin des Amt electric)
freute sich, dass Goslar als erste Stadt diese Möglichkeit der Zusammenarbeit
mit dem lokalen Handel nutzt. Zur Freigabe der Ladesäule und zur Übergabe des
Kangoo waren Landrat Thomas Brych sowie Reinhard Schwarzer von der Wirtschaftsförderung
der Stadt Goslar und e8 energy Geschäftsführer Rachid Ait Bouhou erschienen.
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